Bildungsverbände im Südwesten machen Front gegen Microsoft- Produkte an den Schulen Baden- Württembergs

Es geht dabei vor allem um den Datenschutz bei kommerzieller Software.

Das Bündnis setzt sich aus Lehrern, Schülern, Eltern und IT-Experten sowie wichtigen Verbänden im Südwesten zusammen, darunter Landesschülerbeirat und Landeselternbeirat, die Bildungsgewerkschaft GEW, der Realschullehrerverband sowie der Philologenverband. Auch die Verbraucherzentrale, der Chaos Computer Club und der Verein „Digital souveräne Schule“ gehören dazu, nicht aber der Berufsschullehrerverband.

Das Bündnis setzt auf die Grünen, die in ihrem Wahlprogramm dafür eintreten, die Digitalisierung solle „nachhaltig, dezentral und offen sowie sicher und frei für alle“ sein.

Das Land müsse „aus Gründen des Datenschutzes und der digitalen Souveränität“ eine eigene IT-Infrastruktur für die Schulen aufbauen, so das Bündnis. „Zu Moodle und BigBlueButton müssten nun weitere Komponenten auf Open-Source-Basis hinzukommen. Das Land brauche eine eigene datenschutzkonforme Cloud, die alle an den Schulen Beteiligten als Speicher nutzen könnten, sowie Arbeitsprogramme, die ebenfalls Open Source sind – also kein Office von Microsoft etwa. Schüler und Lehrer brauchten zudem „endlich eine landeseinheitliche, datenschutzkonforme und selbst betriebene Mail-Lösung“, heißt es im Papier. Noch gibt es das nicht.“ Das meldet die SchwaeZ.

Das macht jetzt doch fassungslos.

Erstens: Wenn man bei Moodle bleiben will, weshalb hat man dann jemals angefangen, ella zu entwickeln, die im ersten Anlauf gescheiterte Lernplattform des Landes Baden- Württemberg?

Zweitens: Weshalb hat dann im November 2020 die gekaufte, funktionierende, alle Werkzeuge enthaltende, sofort verfügbare und kostenkalkulierbare Lernplattform its learning den Zuschlag bekommen?

Drittens: Warum will man eine landeseigene Mail- Lösung, wenn doch bereits jede Plattform Mail enthält? Überhaupt haben der Staat und die letzten Regierungen doch zur Genüge bewiesen, dass sie nichts auf die Reihe kriegen?

Viertens: Was daran schlimm sein soll, wenn baden- württembergische Schüleraufsätze auf amerikanischen Servern landen, warum sich die amerikanische Regierung für gute oder schlechte Rechtschreibleistungen deutscher Schüler interessieren sollte und welche ökonomisch interessanten Daten Microsoft von den Nutzern einer Bildungsplattform abschöpfen könnte, war mir schon immer schleierhaft.

Das Chaos ist bei der Digitalen Lernplattform des Landes Baden- Württemberg ohnehin perfekt. Wenn jetzt wieder alles umgeworfen wird, dann sind wieder Jahre verloren, bis alles klappt. Das halte ich für Wahnsinn. Das Land sollte sich jetzt auf its learning konzentrieren, Moodle nach einiger Zeit auslaufen lassen und auf alles andere verzichten.

https://www.schwaebische.de/sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-buendnis-im-suedwesten-pocht-auf-datensichere-it-an-schulen-_arid,11355194.html

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