Erst 2 Prozent der Gelder aus dem Digitalpakt angekommen. Ursache falsche Implementierungspolitik

+++ ERST 2 PROZENT DER GELDER AUS DEM DIGITALPAKT ANGEKOMMEN. URSACHE: FALSCHE IMPLEMENTIERUNGSPOLITIK +++

Gerade in der Pandemie hätte das digitale Lernen besondere Priorität haben müssen, trotzdem seien bundesweit erst 2 Prozent der Gelder aus dem Digitalpakt angekommen, moniert die FDP.

Warum geht es nicht voran? Es hakt an dreierlei: an unübersehbaren Folgekosten für die Kommunen, an umfangreicher Bürokratie und daran, dass von den Schulen pädagogische Konzepte vorgelegt werden müssen, um an die Digitalknete zu kommen.

Mit BYOD – eigenes Gerät bringen – wären die kommunalen Folgekosten entschieden geringer, aber keiner will es hören. Die bürokratischen Hürden, etwa durch vorgeschriebene internationale Ausschreibungen, lassen sich schnell nicht ändern, und statt eine funktionierende Lernplattform zur Verfügung zu stellen und sofort ein effektives und verpflichtendes Fortbildungsprogramm von oben zu organisieren, lädt man den Schulen die Aufgabe der Entwicklung pädagogischer Konzepte für digitalen Unterricht auf, obwohl die meisten Schulen diese Aufgabe offensichtlich seit vielen Jahren mangels Wissen und Erfahrung nicht erfüllen können.

So wird sich also am Schneckentempo nichts ändern, alles geht weiter seinen bleischweren Gang, das Schuljahr 2020/21 kann man abschreiben. Seit Jahrzehnten an der Macht, aber sie können es einfach nicht.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-digitalpakt-fuer-schule-mit-unangetasteten-foerdergeldern-17256587.html

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