Der Breitbandausbau in Baden-Württemberg stockt. 1,5 Milliarden fehlen

Bis Ende 2025 soll ganz Deutschland über schnelle Gigabit-Netze (1000 Mbit/s) versorgt sein („Turbo-Internet für alle”). Aber die Landesmittel reichen nicht aus, zum Teil wegen der erheblichen Kostensteigerungen im Tiefbau zwischen 30 und bis zu 100 Prozent. Klar, wenn man jahrelang geschlafen hat und jetzt plötzlich eine schockartige Nachfrage einsetzt, wird das Ganze natürlich teurer. Es sind aber nur Steuergelder.

Zum andern hat das Land die Nachfrage der Kommunen falsch eingeschätzt, auch wenn das natürlich vom Land bestritten wird. „Vielerorts ist der Breitbandausbau vorerst gestoppt“, so die SchwäZ. Mindestens 1,5 Milliarden Euro werden wohl noch benötigt, um zu Potte zu kommen.

Wenn man die Voraussetzungen für BYOD (Bring dein eigenes Gerät mit – Bring Your Own Device) schaffen würde, könnte man viel Geld sparen, auch in Zukunft, und zugleich sicher sein, dass die Geräte auch funktionieren. Aber die Herrschaften wollen nicht. Es steht einfach nicht auf ihrer Agenda. Also wird man die zusätzlichen 1,5 Milliarden aus dem Steuerzahler herausleiern oder anderswo kürzen, und fertig.

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