„VUCA“-Welt, „4-K-Modell“ und ähnlicher Schnickschnack statt Studierfähigkeit

Erst postuliert man die VUCA- Welt des 21. Jahrhunderts – angeblich geprägt durch die vier Faktoren Unbeständigkeit (Volatility), Unsicherheit (Uncertainty), Komplexität (Complexity) und Mehrdeutigkeit (Ambiguity) – dann leitet man davon sogenannte 4K Kompetenzen ab: Kollaboration, Kreativität, kritisches Denken und Kommunikation. Und schon braucht man vom eigentlichen Ziel der Gymnasiallehrgänge nicht mehr zu sprechen: der Studierfähigkeit.

Wenn einer sagt, der Abiturient müsse in seinem gewählten Studienfach eine solide Wissensbasis mitbringen, methodische Grundfertigkeiten besitzen und als Ergebnis seiner bisherigen Ausbildung in der Gruppe oder allein und immer selbstständig lernen können, dann sind das überprüfbare Fähigkeiten, die universitäre Eingangskurse ersparen sollten. Wenn dagegen 4K Kompetenzen als „21st century skills“ als Orientierung dienen, ist das ein billiges Geschwurbel, das mit ein bisschen Englisch aufgemöbelt werden soll und in der Praxis bloß von solidem Unterricht ablenkt.

Ich bin für Studierfähigkeit. Das OECD- Geschwalle muss aufhören. Es müssen wieder klar definierte, überprüfbare und praktikable Lernziele her. Aber vorher labert die etablierte Politik lieber das Bildungswesen zu Tode.

https://www.iqesonline.net/bildung-digital/digitale-schulentwicklung/modelle-zur-digitalisierung-von-schule-und-unterricht/das-4k-modell/

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