+++ Schulen öffnen oder geschlossen halten? +++

Beide Positionen haben Argumente für sich. Hätte die grünschwarze Landesregierung in Stuttgart, insbesondere auch das Kultusministerium, seit dem letzten Jahr nicht selig gepennt, könnte heute eine gangbare Kompromisslösung etwa folgendermaßen aussehen:

- Die weiterführenden Schulen würden bis zum Frühjahr, wo die Erkrankungen erfahrungsgemäß ohnehin zurückgehen, echten (!) Fernunterricht (nicht einfach Aufgaben schicken) praktizieren. Voraussetzung wäre gewesen, das Computerprogramm für den Fernunterricht rechtlich verbindlich zu benennen (Datenschutz), ein für alle Lehrer verbindliches Lehrerfortbildungsprogramm zur Handhabung des Fernunterrichts durchzusetzen und durchzuführen und die technischen Voraussetzungen für den Fernunterricht zu schaffen. Aber leider Fehlanzeige mangels digitaler Kompetenz. Das Ministerium verfügt seit einem Vierteljahrhundert nicht einmal über ein pädagogisches Konzept für digitalen Unterricht, weder im Präsenzunterricht, noch im Fernunterricht.

- Die Grundschulen werden im Präsenzunterricht geöffnet. Das erscheint auch bei erhöhten Ansteckungszahlen verantwortbar, denn mit niedrigem Alter ist auch die Ansteckungsgefahr relativ gering. Tote bei Ansteckung gibt es kaum.

- Wenn dann noch ein Teil der Grundschulklassen vorübergehend in den Klassenräumen der weiterführenden Schulen unterrichtet würden, wäre die Situation auf Gänge n, Schulhöfen und Kantinen weiter entspannt.

- Dann wäre auch eine freiwillige bevorzugte Impfung von Grundschülern zu erwägen.

Leider sind alle Parteien und die Landesregierung digitale Stümper. Dann wurstelt man eben wie bisher weiter. Vollversager.

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