+++Kultusministerin Eisenmann will Microsoft Office in die geplante baden-württembergische Lernplattform integrieren und erntet heftige Kritik+++

Warum etwa ein Textverarbeitungsprogramm überhaupt in eine Lernplattform eingebaut werden muss, erschließt sich mir nicht. E- Mail dagegen und vor allem eine Dateiablage sind wichtig.

„Konkret geht es vor allem um zwei Funktionen: um ein E-Mail-System für Lehrer und um eine Cloud, über die Daten gespeichert und abgerufen werden können“, berichtet die SchwäZ.

Bei WebWeaver zum Beispiel – Ich trete für den Kauf der entsprechenden Lizenzen ein – gibt es das alles schon längst, und zwar datenschutzkonform. Der ganze Streit ist unnötig und eine Konsequenz dessen, dass man in Stuttgart meint, unbedingt sein eigenes Ding bauen zu müssen. Einfach idiotisch. Und wetten, dass bei den ganzen Streitereien das geplante Teil bis 2021 wieder nicht läuft?

„Wie ihr Haus am Montag mitteilte, sollen die Schulen dabei weiter an Moodle als Lernmanagementsystem und an BigBlueButton für Videokonferenzen festhalten. Gegen diese letzten beiden Programme gibt es praktisch keine Bedenken – im Gegenteil.“ (SchwäZ)

Wenn das alles so toll ist und Moodle so gut, warum lief dann bisher so wenig und warum will man dann unbedingt eine eigene Plattform entwickeln? Ich verstehe es nicht.

Und was die Microsoft- Software angeht: Mit BYOD (Bring dein eigenes Gerät mit) entscheidet der Schüler bzw. entscheiden seine Eltern selbst, welche Software auf dem eigenen Gerät läuft, und damit ist es gut. Aber das Naheliegende hat leider keine Chance. Warum auch einfach, wenn es kompliziert und langwierig geht?

https://www.schwaebische.de/sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-kultusministerin-will-microsoft-software-an-schulen-testen-eltern-wehren-sich-_arid,11275186.html

Hier die rein reaktive Kritik der üblichen Beteiligten:

https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Front-gegen-Microsoft-an-Schulen-467001.html

https://www.cccs.de/2020-08-17-bildungsplattform/

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