Lehrer: Erzählen statt digitalisieren?

“Die geplante Digitalisierungsoffensive wird mit Sicherheit eines bewirken: Noch ein elaborierteres Medium wird in die Beziehung zwischen Schüler und Lehrer eingeschaltet. … Erzählen schafft Verbindung zwischen Lehrer und Schülern. … Ich glaube nicht, dass Medien das ersetzen können.”

Immer wieder dasselbe Missverständnis, dieselbe falsche Alternative.

Digitales Unterrichtsmaterial bedeutet nicht automatisch Fernunterricht, wo das Medium zwischen Lehrperson und Schüler tritt, sondern kann und sollte vor allem auch im Präsenzunterricht eingesetzt werden. Dort aber tritt digitalisiertes Unterrichtsmaterial genau gleich zwischen Lehrer und Schüler wie analoges Unterrichtsmaterial auch. Ist das so schwer zu begreifen?

Analoger Unterricht dagegen bedeutet, dass Fernunterricht nicht stattfinden kann und Präsenzunterricht nur mit Einschränkungen, die mit digitaler Technik nicht mehr sein müssen. Der Mann hat wohl noch nie sinnvoll digital unterrichtet, wenn er es überhaupt je versucht hat. Wieder so einer, der nicht weiß, worüber er redet.

Im Übrigen können Erzählungen ab und zu schön und angebracht sein, aber doch nur im unterrichtlichen Ausnahmefall, denn Erzählunterricht ist total lehrerzentrierter Unterricht, und das ist nicht die Standardsituation des Unterrichts und soll es auch nicht werden.

Aus dem Heldenleben eines deutschen Lehrers – Der Erzähler

 

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