Matthias Wagner- Uhl (Verein für Gemeinschaftsschule): Schulische Medienentwicklungspläne Hindernis für die Digitalisierung

Auch wenn ich von der Gemeinschaftsschule als Schulform nichts halte, so kann dennoch ein Vereinsfunktionär für die Gemeinschaftsschule auch mal recht haben. Bei der Beantragung von Geldern aus dem Digitalpakt erlaubt Kultusministerin Eisenmann nun, weil sie mehr Schulen braucht, die Gelder beantragen, dass die schulischen Medienentwicklungspläne nachgereicht werden. Die von ihr geforderte Planerstellung dauert ihr zu lange.

Stattdessen sollte sie schleunigst verpflichtende Fortbildungen von oben zur Digitalisierung des Schulunterrichts anbieten. Ganz vorrangig ist die Umstellung der Lehrerausbildung auf digitalen Unterricht. Dazu müssen erst mal die Ausbilder fortgebildet werden. Ebenfalls müssen die Schulleiter fortgebildet und zur Unterstützung der Digitalisierung der Schulen befähigt werden. Und dann braucht es ein verpflichtendes fächerorientiertes Fortbildungsprogramm in der Breite. Um all das haben sich CDU, Grüne und – als sie dran war – die SPD erfolgreich herumgedrückt, und die Oppositionsparteien haben das bis heute nicht gefordert. Denn sie haben selbst kein tragfähiges, praktikables Unterrichtskonzept für digitalen Unterricht. Bitte Hausaufgaben machen!

https://www.schwaebische.de/sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-was-lehrer-im-suedwesten-besonders-umtreibt-_arid,11246636.html

Kommentare sind abgeschaltet.