Sensationelle Entdeckung der Grünen und anderer digitaler Dilettanten in Baden- Württemberg: Lernplattform „ella“ kommt zu spät!

Alle Landtagsparteien außer der AfD hatten noch 2018 die Weiterentwicklung von Ella gefordert, nachdem diese Lernplattform 2018 gescheitert war. Schon damals hatte „GUD GeschichtsUnterricht Digital“ darauf hingewiesen, dass man nicht weitere Jahre auf eine Lernplattform warten könne. Jetzt, im Jahr 2020, kommen die Grünen, die SPD und wohl auch die FDP um die Ecke und sehen es genauso. Der Grünen-Abgeordnete Alexander Salomon versteht sich selbst nicht mehr. Ihm sei „völlig unverständlich, warum das Kultusministerium weiterhin ein neues Lernmanagementsystem ausschreiben will. Das schafft nur teure Parallelstrukturen und kostet unnötig Zeit.“ Da scheint eine partielle Amnesie vorzuliegen.

Statt jetzt Nägel mit Köpfen zu machen und eine bestehende Lernplattform samt externer Wartung zu kaufen, inklusive Rechtssicherheit und Modul für den Fernunterricht, fordern die Grünen aber, dass die Schulen, die längst eigene Wege gingen, bestehende Module vernetzen sollten, dass also jede Schule wieder ihr eigenes Süppchen kochen solle. Dann darf jede Schule im Anschluss daran auch wieder ihre eigene, nur auf sie selbst zugeschnittene Fortbildung organisieren, und der ganze Flickenteppich wird immer weiter am Leben erhalten!

Wäre der Weg einer gekauften Lernplattform beschritten worden, hätte jetzt auch der Datenschutzbeauftragte nicht einschreiten und die Empfehlung von Microsoft Office 365 rügen müssen, denn die externe Betreiberfirma einer digitalen Lernplattform hätte die datenrechtliche Konformität sicherstellen müssen. Aber nein, jede Schule soll ihren eigenen Medienentwicklungsplan aufstellen, und mediale Schulentwicklung soll unbedingt von unten kommen. Die Parteien können es einfach nicht. Digitales Entwicklungsland Deutschland.

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