GEW-Vorsitzende Marlis Tepe beschwert sich über Lehrerbashing und schafft die Abkehr von alten GEW- Fehlern nicht

Tepe: „Ich beobachte mit einiger Sorge, dass die Lehrerinnen und Lehrer zu Beginn der Krise stark wertgeschätzt wurden, aber inzwischen von vielen Seiten richtiggehend gebasht werden.“

Nach dem Versagen beim digitalen Präsenz- und Fernunterricht ist das wohl kein Wunder, und für dieses Versagen ist die AfD seit Jahrzehnten mitverantwortlich, die außer ein paar Sonntagsreden immer nur Kritisches zur Digitalisierung zu sagen hatte, immer nur auf die Gefahren hinwies, nie aber selbst ein tragfähiges Konzept zum digitalen Unterricht entwickelt hat. Meist war es der Herr Spitzer, der für ihre Haltung Pate stand. Oder man verfiel vom reaktionären Bedenkentragen ins Gegenteil des pädagogischen Utopismus, für den man in der Digitalisierung das geeignete Vehikel sah. Die Lehrerschaft in ihrer ganz übergroßen Mehrheit hat sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert konsequent um das Thema herumgedrückt, jetzt bekommt sie die Quittung.

Tepe: „Wir brauchen eine Priorität für Investitionen in Bildung.“ Ja, das ist bei der GEW immer ein Haupthebel der Veränderung, und teilweise braucht es natürlich auch Geld. Aber bei der Digitalisierung liegt das Problem mehr noch als beim Geld bei der reaktionären mentalen Einstellung. Wegen dieser werden nicht einmal die Mittel des Digitalpakts voll abgerufen.

Tepe: „Auch das Lernen mit digitalen Werkzeugen braucht die Anleitung und Motivation durch die Lehrkraft.“

Oho. Sonst soll der Schüler doch immer selbstständig und nach seinen individuellen Bedürfnissen vorgehen, und der Lehrer ist nur Lernbegleiter? Aber keine Angst, das ist nur eine weitere Phrase.

Tepe: „Jetzt muss die Zeit genutzt werden, um pädagogische Konzepte zu entwickeln und die technischen Voraussetzungen zu schaffen, damit nach den Sommerferien mit einem Mix aus Präsenz- und Fernunterricht ein qualitativ hochwertiger Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler angeboten werden kann.“

Die übliche Schaumschlägerei, um sich als Speerspitze des Fortschritts und als Problemlöser darstellen zu können. Wenn die technischen Voraussetzungen jetzt immer noch nicht da sind, sind sie auch nach den Sommerferien nicht da. Da sind die städtischen Schulämter und das langwierige Anschaffungsverfahren vor, und Frau Tepe weiß das sehr gut.

Tepe: „Lehrkräfte brauchen Zeit für gemeinsame Fortbildung, um Konzepte für ihre Schule zu entwickeln, damit sie die digitalen Medien noch besser als Hilfsmittel für bessere Differenzierung einsetzen können.“

Auch das ein immer währender Topos der GEW: Die Schulen sollen es von unten machen, obwohl sie es weder wollen noch können. Aber Lernfähigkeit ist bei der GEW eben Mangelware. Man macht auf basisnah. GEW: Was für ein unfähiger Haufen. Er macht sich selbst und anderen nur etwas vor.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article209375327/GEW-Vorsitzende-Lehrer-werden-richtiggehend-gebasht.html

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