Alter Wein in neuen Schläuchen?

“Lernen im digitalen Zeitalter kann also nicht heißen, dass wir mit den neuen Technologien das Alte mit neuen Methoden und Instrumenten lernen – nur eben schneller, leichter und vergnüglicher”, so lautet ein Zitat von Lisa Rosa, tätig am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg.

Ich möchte darauf entgegnen: Doch, wir Lernen das Alte mit neuen Methoden und Instrumenten, denn was wir bisher lernten, z.B. Geschichte, hat nach wie vor seine Berechtigung und Bedeutung.

Doch, wir Lernen das Alte mit neuen Methoden und Instrumenten, denn die Gesellschaft hat ein Interesse an den Lerninhalten, einige braucht sie für ihre Fortexistenz.

Doch, wir Lernen das Alte mit neuen Methoden und Instrumenten, öffentlich finanziertes Lernen kann keine reine Privatsache sein.

Und ja, Lernen verändert sich, aber nicht in Richtung Schnelligkeit, Leichtigkeit, mehr Spaß, sondern in Richtung von mehr Selbstständigkeit der Schüler, mehr Kommunikation und Kooperation.

Das Geschichtszentrum steht dazu: Es bietet für Schüler verständliche diditalisierte Lernsets zum Fach Geschichte. Radikalen Konstruktivismus lehnt es ab, bietet aber Web 2.0 mit allen neuen Möglichkeiten. Wer das alten Wein in neuen Schläuchen nennen will: bitte sehr. Radikale Pseudolösungen werden sich in der Schule nicht durchsetzen können, und das ist gut so.

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