Kolumne – Was stimmt hier nicht? Die Geschichtspolitik.

Vergangene Woche habe ich in der Kolumne gefragt: “Wer findet heraus, was mit dieser Briefmarke nicht stimmt?”

Erstens natürlich die Marke selbst. Ich habe sie eigenhändig am Rechner erstellt. Das merkt man an der Bezeichnung D- Post. Die D- Post gibt es gar nicht. Hier noch der Bildnachweis zu Generalfeldmarschall von Blücher. Hier mehr zu Gebhard Leberecht von Blücher.

Zweitens aber, und das ist die Hauptsache: Für 200 Jahre Befreiungskriege interessiert sich von offizieller Seite niemand wirklich, dabei ist dieser nationale Befreiungs- bzw. Unabhängigkeitskrieg für Deutschland wichtig, denn er beseitigt nicht nur die Abhängigkeit der deutschen Staaten von Napoleon und beendet die napoleonische Besatzung, er setzt in Deutschland auch einen geeinten deutschen Nationalstaat mit demokratischer Verfassung auf die politische Tagesordnung. Auch wenn die demokratische Ausgestaltung des Nationalstaats von Anfang an umstritten war, so ist doch von jetzt an ein Dauerthema. Die Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold leiten sich übrigens von den Farben der Lützower Jäger aus den Freiheitskriegen her.

Aber das ist ja gerade das Drama: Es geht um ein zentrales Ereignis unserer NATIONALgeschichte, und Nation, gar deutsche Nation, ist in Medien und weiten Teile des Establishments hierzulande bäh und geht gar nicht. Man will die Nation zugunsten eines europäischen Staates abschaffen, das ist die gar nicht mehr geheime Agenda, sondern das wird offen propagiert und praktiziert. Zugleich sei der Begriff der Nation durch den Nationalsozialismus diskreditiert. Das ist meines Erachtens falsch und betrifft lediglich den völkischen Begriff von Nation, nicht aber einen demokratischen, weltoffenen Patriotismus.

Nach meinem Eindruck spielt auch ganz heimlich eine Rolle, dass man der Last der Geschichte des Nationalsozialismus entkommen will, indem man sich unter die Fittiche von Europa flüchtet. Erst seit der Eurokrise, der Transferunion und der Rettungsschirm- Politik beginnt es manchen zu dämmern, dass ein deutscher Nationalstaat, der die deutschen Interessen vertritt, doch nicht ganz schlecht wäre.

Vielleich wäre es an der Zeit, auch mal an die positiven Aspekte der deutschen Nationalgeschichte zu erinnern. Ein Freiheitskampf dürfte wohl dazu gehören.

 

 

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