Schule von Athen – Aristoteles

Aristoteles steht mit der Schrift “Nikomachische Ethik”, der bedeutendsten seiner ethischen Schriften, zusammen mit Platon als dem zweiten der beiden bedeutendsten Philosophen der griechischen Antike unter dem Tonnengewölbe auf der obersten Stufe der Treppe. Seine Hand macht eine ausladende Bewegung zur Erde, eine symbolische Geste.

Sie verweist darauf, dass Aristoteles im Unterschied zu Platon glaubt, dass die Materie ursprünglich ist, die Ideen sich aber erst aus der Anschauung der Materie entwickeln, also sekundär sind. In seiner Schrift “Nikomachische Ethik”  geht es darum, wie man die Glückseligkeit (=eudaimonía), also ein seelisches Glück, erreichen kann.

Aristoteles und Platon waren insofern besonders bedeutende Philosophen, als von beiden bis heute gegensätzliche Traditionslinien durch das abendländische Denken gehen. Von Aristoteles geht eine große  materialistische – die Materie ist ursprünglich, die Idee sekundär – Traditionslinie in der europäischen Philosophie aus, die im Gegensatz zur idealistischen  – die Idee ist primär, die Materie sekundär – Linie Platons steht.

Aristoteles, zeitweise Lehrer Alexanders des Großen, schuf wichtige Grundlagen für die Wissenschaft, z.B. die formale Logik. Er gründete eine eigene Philosophenschule in Athen, das Lykeion. Er errichtete in Athen im Zusammenhang mit seinen biologischen Forschungen den ersten großen zoologischen Garten der Welt. Er war ein überragender Naturforscher.

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