SCHULSCHLIESSUNGEN WEGEN CORONA- VIRUS: JETZT RÄCHT SICH DIE FEHLENDE DIGITALISIERUNG DES UNTERRICHTS

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE): „Jetzt rächt sich, dass sich in Deutschland bei der Digitalisierung der Schulen so lange nichts richtig bewegt hat.“ (Unter 08:51 Uhr)
Wohl wahr. Seit einem Vierteljahrhundert im noch keine schlüssigen Konzepte. Selbst wenn vereinzelt die technischen Voraussetzungen wie schnelles WLAN, Projektionsgeräte in jedem Klassenzimmer und Tablets, Smartphones oder PCs vorhanden sind, fehlt in Baden- Württemberg nach wie vor eine Lernplattform, obwohl leistungsfähige Lernplattformen seit Jahren schon zum Kauf bereitstehen. Aber man muss natürlich seinen eigenen Mist entwickeln, auch wenn man das ganz offensichtlich nicht schafft, siehe „ella“. Auch wenn das wieder Jahre kostet.
Was aber vor allem fehlt, ist ein schlüssiges Unterrichtskonzept zum Einsatz der digitalen Technik, und mit ihm ein wirksames Fortbildungskonzept von oben. Nicht einmal die Ausbildungsseminare leben den digitalisierten Unterricht vor. Stattdessen überlässt man die überforderten Schulen sich selbst. Auf dem Server des Landesmedienzentrums Baden- Württemberg liest man z.B.:
„Bei der Zusammensetzung der Koordinationsgruppe an der Schule sollten ‚mediennahe’ und ‚medienfernere’ Kolleginnen und Kollegen in der Gruppe vertreten sein. Nur so kann ein Medienentwicklungsplan entstehen, hinter dem das gesamte Kollegium steht.“
Solange von oben ein solcher Unsinn verzapft wird, wird das nichts. Die oben müssen endlich Verantwortung übernehmen, statt sie mit wohlklingenden Worten nach unten abzuschieben. Es muss eine Lernplattform gekauft werden, sodann müssen die Lehrkräfte in die Arbeit mit ihr eingewiesen werden. Dies und die notwendige Infrastruktur, insbesondere die Projektionsgeräte in den Klassenzimmern, dann läuft das schon. Alles andere ist sekundär. Aber bis es soweit ist, dürfen wir beim aktuellen politischen Personal sicher ein weiteres Jahrzehnt warten.

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