Gut jeder vierte Rektor fühlt sich mit Integration ausländischer Schüler überfordert, mit steigender Tendenz

Mit der Inklusion übrigens auch.

Frank Stöber, Vorsitzender des Schulleitungsverbandes in Niedersachsen, äußert sich zur Sache und kommt im Focus- Interview mit Vorschlägen und Ansätzen zur Lösung des Problems, die hier kommentiert werden sollen.

Stöber: „Was spricht denn dagegen, wenn wir auch Fachunterricht teilweise auf Arabisch anbieten oder dauerhaft Dolmetscher in den Klassen sitzen haben?“

Meine Antwort: Die Kosten und die Praktikabilität, denn so viele arabischsprachige Fachlehrer und Dolmetscher gibt es gar nicht, wie benötigt würden. Vor allem aber der Integrationsansatz spricht dagegen. Bei fast allen Asylsuchenden, die hier überhaupt einen Aufenthaltstitel besitzen, handelt es sich um Leute mit lediglich zeitweiliger Aufenthaltsperspektive. Diese brauchen keine Integration, sondern Sprachkenntnisse, Einweisungen in unsere Sitten und Gebräuche, und den Respekt vor diesen. Was die Politik und willige Schulleiter und Lehrkräfte aber wollen, ist in Wirklichkeit ein Daueraufenthalt für diese Migranten in Deutschland.

Voraussetzungen der Beschulbarkeit

Grundsätzlich gilt: Um in einer deutschen Schulklasse beschulbar zu sein, bedarf es einer Reihe von Voraussetzungen. Diese sind: Ausreichende Sprachkenntnisse, um dem Unterricht ohne größere Probleme folgen zu können; Lernbereitschaft und entsprechendes Lernverhalten; Respekt vor Frauen, insbesondere vor den vielen Lehrerinnen, und Respekt gegenüber unserer Kultur. Das gilt für deutsche Kinder genauso wie für ausländische. Wer diese Voraussetzungen nicht mitbringt, sollte nicht in einer deutschen Regelschulklasse unterrichtet werden dürfen, denn die deutschen Schülerinnen und Schüler, die lernwillig sind oder zumindest sein sollten, dürfen in ihrer Lernentwicklung nicht eingeschränkt und Lehrkräfte in deutschen Regelklassen nicht dauerhaft überfordert werden.

Mit anderen Worten: Vorkurse und Vorklassen, Sprachlernklassen, Vorbereitungsklassen oder wie diese Klassen auch immer heißen mögen, müssen es leisten, diese Anforderungen zu vermitteln, und wenn es Jahre braucht. Wer sprachlich dem Unterricht in einer deutschen Regelklasse gewachsen wäre, sich aber nicht an die Regeln hält, muss in eine Vorbereitungsklasse zurückverwiesen werden. Verhaltensgestörte und traumatisierte Kinder brauchen gesonderte Betreuung im kleinen Rahmen, schon das ist enorm teuer.

Wer als deutscher Schüler nicht beschulbar ist, muss in eine Vorbereitungsklasse für deutsche Schüler, so lange, bis es funktioniert. Das ist nicht diskriminierend, sondern funktional im Sinne eines Schulwesens, das seinen Bildungsauftrag wieder voll erfüllt. Es kann nicht sein, dass Grundschul- und Fachlehrer faktisch zu Sozialpädagogen ohne Ausbildung werden.

Stöber: Wir brauchen „Integrationshelfer im Unterricht“.

Antwort: Nur in den Vorbereitungsklassen, in den Regelklassen ist es unnötig, wenn man dem Vorschlag von Regelklassen mit beschulbaren Kindern folgt. Und nur, soweit vorhanden. Die Aufklärung über unsere Sitten und Gebräuche muss im Prinzip auch ohne zusätzliche Integrationshelfer während des Sprachunterrichts über entsprechendes Lehrmaterial und erzieherische Maßnahmen geleistet werden.

Stöber: „Für verhaltensauffällige Kinder gibt es auch sogenannte Schulbegleiter. Warum nicht auch für Flüchtlinge? Warum gibt es keine Dolmetscher an Schulen, die zum Beispiel auch bei Konflikten helfen können?“

Antwort: Aus Kostengründen, und weil es sie nicht gibt.

Stöber: „Grundsätzlich fordere ich, dass die Stunden für die Sprachlernklassen nicht gekürzt werden und auch nicht nach zwei Jahren erwartet wird, dass die Kinder im Deutschunterricht problemlos mitmachen können.“

Antwort: Das ist vernünftig. Konsequenz ist dann, die Sprachlernklassen länger zu führen.

Krise kann nur von außen gemeistert werden

Die Krise des Schulwesens, soweit sie durch die Migranten verursacht ist, kann aber nur dadurch gelöst werden,

- dass das Nichtstun oder das Alibitun der Politik in Sachen Abschiebung endlich aufgegeben wird.
- dass die Grenzen für illegale Migration endlich geschlossen werden
- dass bei Kriminalität und Nichtbeachtung unserer Regeln endlich konsequent durchgegriffen wird

Das Schulproblem, besser: dieser Teil des Schulproblems wurde von außerhalb der Schule durch die Politik geschaffen und kann auch nur von außen wieder gelöst werden, und zwar durch Abwahl der Parteien, die diese Krise verursacht haben. Geschieht das nicht, leiden die Kinder, die Lehrer, die Ausbildung und der Wirtschafts- und Bildungsstandort Deutschland.

https://www.focus.de/politik/deutschland/frank-stoeber-im-focus-online-interview-direktor-erklaert-wie-integration-von-fluechtlingen-in-schulen-funktionieren-kann_id_10514786.html

 

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