Kommentar (3) zur Handreichung “Einsatz von Tablets im Unterricht – organisatorische Aspekte”

Das Landesinstitut für Schulentwicklung schreibt in dieser Handreichung unter 2.3 Pädagogische Anforderungen:

“Da das digitale Lehren und Lernen pädagogischen Zielen untergeordnet werden sollte, ist es unerlässlich, ein pädagogisches Konzept (…) zu konzipieren, das die angestrebten Kompetenzen dokumentiert und als Orientierung für die weiteren Planungen, Umsetzungen und Reflexionen dient. In einem solchen Konzept sollten mindestens Anlass, Ziele, Konsequenzen aus den Zielen wie Unterrichtsmanagement, pädagogische Förderplanung, Diagnose und Lernzeitgestaltung sowie organisatorische Rahmenbedingungen festgehalten werden.”
kkk
Jeder Fachlehrer hat ein pädagogisches Konzept. Das gehört zu seinen Aufgaben. Schulische pädagogische Konzepte braucht es da nicht, die pädagogische Freiheit des Lehrers muss bestehen bleiben. Das gilt auch für den digitalen Unterricht. Dieser bietet nur neue, zusätzliche, bequemere und schnelle (technische) Mittel, die eine Bereicherung des Unterrichts darstellen, wenn man sie richtig nutzt. Diese sollten im Rahmen der Pflichtfortbild zur Nutzung der Lernplattform ausführlich vorgestellt werden. Sie betreffen insbesondere die Möglichkeiten der Verlinkung, Multimedia, Kommunikation und Kollaboration. Der Unterricht kann sich inhaltlich erweitern, z.B. durch die Einführung von Filmgeschichte im Deutschunterricht, aber auch die Individualisierung und die Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen kann bequemer laufen, der Schüler steht automatisch mehr im Mittelpunkt, usw.
kkk
Bitte, bitte keine weitere Belastung der Schulen durch unnötige Sitzungen und Beschlüsse, an die sich nachher ohnehin keiner hält! Das sind nur weitere Hürden, die die Digitalisierung der Schule erschweren und verzögern.
kkk

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