Kommentar (2) zur Handreichung “Einsatz von Tablets im Unterricht – organisatorische Aspekte”

Das Landesinstitut für Schulentwicklung schreibt in dieser Handreichung unter 2.2 Technische Anforderungen:
kkk
“Zusammenfassung der wesentlichen technischen Anforderungen:
kkk
  • flächendeckendes WLAN mit bspw. RADIUS-Authentifizierung und WLAN-Controller
  • Datei-Server bzw. Freigabe der Serverlaufwerke für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrerinnen und Lehrer
  • Technischer Support für alle am Schulleben Beteiligten bei Problemen im Schulnetz
  • Überlegung, ob und welche mobilen Endgeräte die Schule zur Verfügung stellt bzw. Aufbau einer Infrastruktur für eine BYOD-Umgebung – Beschaffung und Installation, Wartung der Technik (ggf. Service-Vertrag)
  • Bedienung der Endgeräte (siehe Lehrerfortbildungsserver)
  • datenschutzrelevante Grundeinstellungen der Geräte festlegen
  • Möglichkeit für dienstliche Mail-Accounts
kkk
Grundsätzlich sollte auf Systemoffenheit, gerade im Hinblick auf Erweiterungen, geachtet werden.”
kkk
Die genannten Anforderungen zielen im Wesentlichen auf ein WLAN ab und gehen von der Existenz eines schulischen Intranets aus. Dazu zwei Anmerkungen.
kkk
1 – Ausstattung
kkk
WLAN ist tatsächlich fundamental, aber in der allergrößten Not kann auch mal über den eigenen Account gesurft werden, auch wenn das die Ausnahme sein muss. Der Einsatz digitaler Medien scheitert aber vor allem auch am nicht vorhandenen Projektionsgerät. Deshalb ist die Anschaffung dieser Geräte eher noch wichtiger als ein WLAN. Optimal wären leichte, schnell einsatzfähige mobile Geräte in der Hand des Lehrers, der für deren Funktionieren sorgen würde. Dann würde die Fernbedienung nicht nach jeder Woche fehlen und dem Vandalismus wäre ein Riegel vorgeschoben. Aber natürlich geht auch ein fest montierter Beamer im Klassenzimmer oder ein Monitor. Auch Fernseher sind heute extrem billig. Auch da müsste man schauen, ob es nicht mit solchen Geräten über Kabel oder Funk geht. Zum Projektionsgerät hinzukommen müssen eine Projektionsfläche in jedem Klassenzimmer sowie Vorhänge oder Jalousien zur Verdunklung. Zu überlegen wäre auch, ob nicht allen Lehrern oder den digital Aktivsten ein eigenes Klassenzimmer zur Verfügung gestellt werden kann, obwohl da unter Umständen Widerstand von der Organisationsabteilung und Neid von Kollegen auftreten können.
kkk
Was die Geräte angeht: Dieser Blog ist für BYOD plus eine Reserve von schuleigenen Tablets für Härtefälle.
kkk
2 – Schulisches Intranet
kkk
Dieses kann man einstellen, wenn das Herzstück des digitalisierten Unterrichts, nämlich eine Lernplattform, tatsächlich existiert. Die entsprechende Verwaltung und Wartung entfällt, man braucht nur noch gegebenenfalls einen Administrator, der schulintern Rechte vergibt, die technische Wartung erfolgt von außen und professionell aus einer Hand. . Hier erkennt man das Desaster, das in Baden-Württemberg durch das Scheitern der Lernplattform Ella entstanden ist. Dieser Blog tritt nicht für eine Weiterentwicklung von Ella ein, sondern favorisiert die Nutzung einer bereits vorhandenen Plattform. Ich neige zu WebWeaver, das ab 2019 auch von der Schweiz eingeführt wird, siehe meine Bemerkungen zu Ella und WebWeaver und eine grobe finanzielle Schätzung ebendort.
kkk

Hinterlasse eine Antwort