DIGITALISIERUNGSDEBATTE IM BADEN-WÜRTTEMBERGISCHEN LANDTAG VOM 7. NOVEMBER 2018

Hintergrund ist
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Beginnend ab 2:28:00 hier die Reden:
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  • Dr. Timm Kern, FDP/DVP: 2:28:40
  • Jürgen Walter, Grüne: 2:37:16
  • Siegfried Lorek, CDU: 2:44:11
  • Dr. Rainer Balzer, AfD: 2:49:00
  • Dr. Stefan Fulst- Blei, SPD: 2:55:00
  • Staatssekretär Volker Schebesta: 3:00:15
  • Dr. Timm Kern, FDP/DVP mit Kurzerwiderung auf Staatssekretär: 3:13:07
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Wo sind sie sich einig und wo unterscheiden sie sich?
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IT-AUSSTATTUNG, DIGITALE INFRASTRUKTUR
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Alle außer der AfD sind für die Lernplattform Ella, alle wollen das Teil neu ausschreiben, alle sind für Überprüfung durch den Landesrechnungshof, sogar die Regierung. Nur die AfD fragt, warum man sich nicht für die Nutzung einer vorhandenen Plattform entschieden hat. Pluspunkt für die AfD!
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Stichwort Ella (Unternehmen Bruchpilot, sage ich jetzt mal)
Die Opposition kritisiert die Bruchlandung von Ella heftig, beispielhaft die FDP, die zurecht auf Folgendes hinweist:
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  • Fehlende Ausschreibung, stattdessen Kettenbeauftragungen
  • Fehlender Vertrag, nur letter of intent!
  • Hohe Kosten, Rückzahlung von 8,7 Mio mehr als fraglich
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Stichwort schnelles Internet für alle:
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Alle sind natürlich dafür. Obwohl sie alle außer der AfD schon in der Regierung saßen und schon längst etwas hätten tun können und müssen. Obwohl sie alle ihren Anteil daran haben, dass Baden- Württemberg im Schulbereich mehr oder minder digitales Entwicklungsland ist.
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Stichwort Tablet- Klassen:
Derzeit gibt es Modellversuche. Alle sind modernerweise dafür. Bei der AfD ist nicht ganz klar, ob sie für BYOD ist, was gegenüber den anderen ein riesiger Fortschritt wäre.
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Stichwort Finanzierung:
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Digitalpakt:
Alle wollen Geld, aber nicht auf Kosten der Länderhoheit über die Bildung. Es gibt einen Streit über das Wie: GG- Änderung einerseits oder Art. 91c des GG oder höhere Beteiligung der Umsatzsteuer andererseits. AfD und CDU positionieren sich gegen eine Grundgesetz- Änderung.
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Anschubfinanzierung:
Die Regierung brachte 100 Millionen Anschubfinanzierung auf den Weg, durch einen Kompromiss zwischen Land und Kommunen. Das klingt zwar nach viel, aber die Kommunen fordern eine DAUERHAFTE Unterstützung. Zurecht! Das Geld hätte 2 Jahre früher fließen müssen, die Hälfte der Mittel ist auch unter Vorbehalt wegen des Digitalpakts gesperrt.
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Die FDP fordert, pro Schüler 1.000 Euro in Modernisierung zu stecken.
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Stichwort „Multimedia-Empfehlungen für Schulen“

2016 gab es eine Multimediaempfehlung Land und kommunalen Landesverbänden.

Der Städtetag lässt 2016 wissen: „Die neue „Leitperspektive Medienbildung“ in den seit Schuljahr 2016/17 geltenden Bildungsplänen setzt leistungsfähige Internetanschlüsse und moderne Technik in allen Klassenzimmern voraus. Das Kultusministerium und die Kommunalen Landesverbände haben deshalb im Juli 2016 einen umfassenden Plan für die weitere Schuldigitalisierung („Multimedia-Empfehlungen für Schulen“) abgestimmt. Er wird aber nicht umgesetzt, weil sich das Land mit den Kommunen nicht über die Finanzierung dieses gemeinsamen Großvorhabens verständigt.“
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MEDIENBILDUNG
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Stichwort Lehrplan:
Der Ist- Stand sieht so aus: Es gibt
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FORTBILDUNG:
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Alle wollen sie natürlich, aber es gibt unterschiedliche Ansätze und Vorschläge.
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Landesregierung:
Sie setzt auf ein „neues, abgestuftes Fortbildungskonzept für unterschiedliche Wissensstände“, wie der Staatssekretär wissen ließ. 130 Multiplikatoren seien ausgebildet, es gebe rund 2800 Fortbildnerinnen und Fortbildner ab Ende des Jahres und fachbezogene Fortbildungsveranstaltungen.
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AfD
Die AfD spricht sich für eine verpflichtende Lehrerfortbildung aus, die FDP für zügige Lehrerausbildung mit der Möglichkeit eines Quereinstiegs ins Lehramt. Sie will Nachqualifizierungsmöglichkeiten verbessern.
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SPD
Die SPD will nicht Zentralisierung, sondern das Prinzip „vor Ort“ und bezieht sich auf ihr Papier „Fit für die Zukunft“, das in diesem Blog bereits besprochen wurde. Die SPD fordert:
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  • Ausweitung der Beratungskapazitäten am Landesmedienzentrum
  • Jede Schule sollte Medienentwicklungsplan entwickeln
  • Dafür gezielt Prozess-Coaching und Fördermittel
  • Modellversuch lernendes Kollegium 4.0 -> Konzepte für schulinterne und schulübergreifende Fortbildung
  • Innovationsfonds digitale Zukunftswerkstatt Schule zum Ausprobieren neuer Ideen
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DIGITALE PÄDAGOGIK:
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Alle huldigen dem Grundsatz „Die Technik folgt der Pädagogik“. Ein Mehrwert müsse da sein.
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Der Dissen besteht in der Frage, ob es „neue“ pädagogische Konzepte, gestützt durch Digitalisierung, geben soll oder Pädagogik wie bisher plus Digitalisierung.
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Das wird im Beitrag der Grünen deutlich. Es bringe nichts, alte Schulbücher auf Tablets zu lesen, und sonst ändere sich eben nichts. Eine Debatte über Hardware reiche nicht. Es müsse viel mehr um pädagogische Konzepte gehen.
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Für die Grünen geht es um das pädagogische Utopia des völlig autonomen Lerners. Die anderen schwiegen dazu in der Debatte. Wahrscheinlich haben sie gar keine dezidierte Vorstellung dazu. Dieser Blog aber schon.

Die Antwort ist: Es geht nicht um alte Schulbücher, sondern um digitalisierte Schulbücher. Ein digitales Schulbuch reicht sicher allein nicht aus, es kann aber – das ist das Entscheidende – ergänzt und erweitert werden, und es darf nicht abgeschafft werden. Das kann am Beispiel des digitalen Schulbuchs des ehemaligen Geschichtszentrums gezeigt werden. Es setzt auf digitalisiertes Unterrichtsmaterial, vorzugsweise als PDF, und welche Veränderungen das bringt, kann man hier sehen:

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