“Finnlands Pisa-Wunder entpuppt sich als Irrtum”. Ein Kommentar

Eine aktuelle Studie von Gabriel Heller Sahlgren von der London School of Economics, über die in einem Artikel von Welt online berichtet wird, sieht die PISA – Erfolge Finnlands in den 1990er Jahren in neuem Licht. “Die Erfolge waren dem Nachwirken des alten Systems geschuldet.” In dem Artikel heißt es weiter:

“Heute erscheint das System als eines, das auf den Schüler fokussiert und den Lehrer als Lern-Koordinator sieht.”

Jedoch: ”‘Vergleicht man die Pisa-Ergebnisse Finnlands der Jahre 2003 und 2012 dann sieht man, dass das Land 25 Punkte eingebüßt hat. Das entspricht dem Lernerfolg eines ganzen Schuljahrs’, sagt Christine Sälzer, nationale Pisa-Koordinatorin von der TU München. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Mathematik.”

Und zu den neuesten finnischen Bildungsreformen, die auf die Misere reagieren, steht zu lesen: ”Gerade das längere gemeinsame Lernen wurde wieder aufgebrochen. Für Förderschüler wurden Spezialklassen eingerichtet.”

Peinlich, peinlich, die tolle neue Lehrerrolle und was damit zusammenhängt sowie die Inklusion sind gar nicht so dolle, sondern führen einfach nur zur Niveauabsenkung! Aber keine Angst, dass die Entwicklung in Finnland hierzulande zu Korrekturen führen könnte. Die Dogmen wackeln nicht, der bildungspolitische Glaube steht fest. Millionen Gläubige können in Deutschland nicht irren.

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