Nutzungsrecht für die Digitalisierung des Unterrichts – Eine Strategie für die Pioniere

Der MOOC – Arbeitserleichterung durch mobile Endgeräte im Schulalltag des baden- württembergischen Kultusministerius hatte diese Woche Urheberrecht und Datenschutz zum Thema. Man kann sich immer noch anmelden.

Unter anderem ging und geht es um Schranken des Urheberrechts, um Schutzfrist und Nutzungsrechte. Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, hier nochmals auf das großzügige Nutzungsrecht für Lehrerinnen und Lehrer bei der Nutzung von „GESCHICHTE ALS DENKFACH – Das digitale Lehrbuch des Geschichtszentrums“ hinzuweisen.

Nutzungsrecht:

“Sie sind lediglich berechtigt, Privatkopien auf anderen Trägermedien anzufertigen. Der Weitervertrieb, die Übertragung oder die Unterlizenzierung ist nicht gestattet, auch nicht die Weitergabe.

Ausnahme bei der Weitergabe:

Wenn Lehrerinnen und Lehrer die Unterrichtseinheit kaufen, dürfen sie die Dateien legal mit ihren Schülerinnen und Schülern teilen. Sie müssen also keine Klassensätze anschaffen. Die Weitergabe an Kolleginnen und Kollegen ist dagegen untersagt.“

Dieses Nutzungsrecht bedeutet

  • Rechtssicherheit für den Lehrer bei der unterrichtlichen Verwendung des selbst erworbenen Materials
  • dass keine Klassensätze angeschafft werden müssen, das Material also nicht nur legal, sondern auch kostengünstig eingesetzt werden kann
  • dass Widerstand in Lehrerzimmern und Fachschaften gegen den Erwerb eines digitalen Lehrbuchs oder von Teilen davon individuell umgangen werden kann, allerdings auf eigene, aber sehr überschaubare Kosten

Das Nutzungsrecht für das digitale Lehrbuch des Geschichtszentrums ist ein Teil einer Strategie für die Pioniere der Digitalisierung des Unterrichts und des mobilen Lernens. Weitere Teile dieser Strategie sind die Möglichkeit, Teile des Lehrbuchs als gesonderte Unterrichtseinheiten herunterzuladen, und die ausschließliche Verwendung von Standardsoftware bzw. Standardformaten wie dem PDF- Format. Es kann nämlich nicht sein, dass man die Pioniere auch noch damit belastet, den Systemadministrator davon zu überzeugen, ein Schulbuch zu installieren, oder dies, wo es möglich ist, auch noch selbst zu tun. Von Problemen bei proprietären Formaten bei mobilem Lernen braucht man gar nicht erst zu reden.

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