Berlin und Brandenburg wollen Geschichte als selbstständiges Fach abschaffen – Ein Kommentar

Das Fach Geschichte soll in Berlin und Brandenburg nun als eigenständiges Fach abgeschafft werden. Derzeit befinden sich die Rahmenlehrpläne (RLP) in der Anhörung.

Hier geht es zu den RLP Sek. 1

Zur betreffenden Seite des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands e.V.

Das Fach Geschichte mit chronologischer Darstellung muss wegen seiner enormen gesellschaftlichen Bedeutung erhalten bleiben und darf nicht einigen überfachlichen Längsschnitten schon ab Klassenstufe 7/8 geopfert werden.

Das Fach Geschichte lehrt heute zu Recht schon längst keine reine Nationalgeschichte mehr, sondern auch europäische und außereuropäische Geschichte.  Andererseits ist Geschichte aber AUCH Nationalgeschichte, und als solche hat sie neben der Sprache einen enormen Stellenwert für die Konstituierung einer nationalen Identität. Das wissen diejenigen, die aus Deutschland einen multikulturellen Staat machen und die Deutschland zu einer zahlenden Region in einem europäischen Bundesstaat machen wollen. Sie sprechen von “Transformation” und verheimlichen ihre Agenda der Abschaffung von Nationalstaat und Nation bekanntlich nicht.

Die Abschaffung des selbständigen Faches Geschichte mit chronologischer Darstellung gehört zu dieser Agenda genauso wie die immer weiter fortschreitende Abgabe von Souveränitätsrechten an die EU. Bezeichnend ist, dass einer der beiden verpflichtenden Längsschnitte in den RLP von Berlin/Brandenburg “Migration, Flucht und Vertreibung” heißt, der andere heißt – wenig überraschend für den, der die linke Ideologie kennt – “Armut”.

Ein weiterer Hintergrund für diesen RLP neben der antinationalen, multikulturellen Agenda ist der verfehlte Ansatzpunkt des selbstgesteuerten Lernens, der dem Schüler überlässt, was er lernen will. Das kann man nun unterschiedlich radikal praktizieren, aber Tatsache ist, dass diesem Ansatz die Tendenz innewohnt, den fachlich- chronologischen Zusammenhang des Faches zu untergraben. Nach meiner Beobachtung gehen antinationale Politikansätze und radikale Ausprägungen des Konstruktivismus oft Hand in Hand.

Ich befürchte, dass als Folge dieses RLP die Schülerinnen und Schüler in Berlin und Brandenburg nicht nur politisch manipulierbarer werden, sondern auch einen Kulturverlust in der Form erleiden, dass sie nichts mehr historisch einordnen können: kein mittelalterliches Stadtbild, keine Literatur, keine Kunst. Man sollte doch bitte nicht vergessen, dass Geschichte bisher das chronologische Gerüst für alle Fächer geliefert hat! Die Abschaffung von Geschichte als chronologisch aufgebautem Fach hinterlässt auch eine kulturelle Heimatlosigkeit, eine kulturelle Entwurzelung.

Wenn Sie dieser Entwicklung entgegentreten wollen, sollten Sie die Online- Petition unterzeichnen. Hier geht es zur Online-Petition.

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