Begleitung eines Schullandheims oder einer Exkursion mit WhatsApp – auch eine neue Dimension der Elternarbeit

Computereinsatz in schulischen Zusammenhängen muss weder im Computerraum noch mit Desktop- PCs stattfinden, sondern kann auch mobil geschehen, zum Beispiel während eines Schullandheims, einer Studienfahrt oder einer Exkursion. Im folgenden Artikel geht es darum, stichwortartig Ideen für den Einsatz von WhatsApp für einen solchen Anlass aufzuzeigen und einige praktische Tricks und Tipps vorzustellen. Das funktioniert in allen Schularten.

Zielgruppen:

- Teilnehmer
- Eltern
- Geschwister
- Freunde

Ziele:

Generell:
Teilhabe durch Kommunikation
Dokumentation, auch durch Nachbearbeitung

Teilnehmer:

- lassen andere teilhaben
- finden natürliche Schreibanlässe
- können in die fachliche und organisatorische Vorbereitung der Reise mit einbezogen werden
- lernen den sinn- und verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium
- helfen sich technisch weiter
- erhalten den Chat an Stelle eines Fotoalbums
- Per Nachbearbeitung können Diashows, Fotostrecken, usw. erstellt werden.

Die anderen:

- erleben die Reise mit und werden einbezogen
- haben Zugewinn an Wissen
- bekommen und geben Anregungen
und stellen Fragen

Tipps und Tricks:

- Vorabbereitstellung von Kurztexten (Reduktion!) und Bildmaterial. Kurztexte können je nach Situation auch als Kurzzusammenfassungen von Referaten gesehen werden. Die Kurztexte kann man vor Ort in WhatsApp hineinkopieren, man hat in der Situation selbst wenig Zeit dazu. Wenn Schüler die Kurztexte vorab bereit stellen, können sie auf Fehler durchgesehen werden.

- Es empfiehlt sich die Bereitstellung von Favoritenlinks (Reiseführer, Campingadressen, Kartenmaterial, Lexika, Apps, …). Bei aufkommenden Fragen kann man sich so schnell orientieren.

- Während der Aktivitäten sollte man einen oder zwei Teilnehmer nur für die Dokumentation auf WhatsApp bereitstellen, denn in der Situation kann man sich oft nicht auf mehrere Tätigkeiten gleichzeitig konzentrieren.

- Im Falle vieler Teilnehmer Zeitkorridore bilden, damit der Chat nicht unübersichtlich wird. Es chattet zum Beispiel derjenige oder diejenigen, die gerade spezialisiert sind.

- Privates sollte mehr am Anfang oder am Schluss des Tages und in den Pausen gechattet werden, v.a. wenn in der Unterkunft ein kostenloses oder billiges WLAN vorhanden ist. Das Private ist aber gerade im Hinblick auf die Motivation der Teilnehmer, aber auch im Hinblick auf die begleitenden Eltern und Freunde wichtig!

- Jeder Teilnehmer sollte jederzeit nach Wunsch Bilder, Videos und Tondateien erstellen können, die dann später in den Chat eingespeist oder zur Nachbereitung verwendet werden können.

- WhatsApp ist weit verbreitet. Wer sich zunächst unsicher fühlt, kann es vor dem schulischen Einsatz zunächst im Kreis der Familie oder im Freundeskreis testen.

Nachbereitung:

Für das iPhone gilt: Der Chat lässt sich mit oder ohne Bilder und Videos exportieren, allerdings nur als Quellcode und die Bilder und Videos gesondert. Die Audios zu exportieren habe ich noch nicht geschafft. Falls ich das noch schaffe und falls ich eine Exportmöglichkeit als PDF finde, trage ich das noch nach. Wenn jemand Erfahrung damit hat, bitte als Kommentar am Ende des Artikels posten.

Mit Android oder anderen Betriebssystemen habe ich keine Erfahrung. Auch hierzu bitte posten.

Aus dem gekürzten Chat lässt sich auch eine kommentierte Diashow erstellen.

Viel Erfolg bei der Umsetzung der Ideen!

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